Mode ist weit mehr als Kleidung - sie ist ein Spiegel unserer Persönlichkeit, ein Statement unserer Haltung und ein Zeichen ihrer Zeit. Schon vor über 100 Jahren war Berlin ein kreatives Epizentrum, in dem Designerinnen und Designer mit visionärer Kraft die internationale Modebühne eroberten.
An dem Ort, an dem sich heute die Landesvertretung Baden-Württemberg befindet, pulsierte einst das Herz der Berliner Haute Couture: das legendäre Modehaus Clara Schultz. Rund um dieses Modehaus prägten zahlreiche weitere Ateliers das Tiergartenviertel, in denen Kleider für Ikonen wie Marlene Dietrich entstanden – Ausdruck einer goldenen Ära, in der Berlin zur Bühne für Stil, Selbstbewusstsein und Moderne wurde.
Wir laden Sie ein, dieses fast vergessene Kapitel der Berliner Modegeschichte neu zu entdecken. Lassen Sie sich inspirieren von der kreativen Energie, die damals wie heute diese Stadt auszeichnet - und tauchen Sie ein in eine Welt, in der Mode Geschichten erzählt, Erinnerungen bewahrt und Zukunft gestaltet.
Die Veranstaltung spannt damit den Bogen von der Haute Couture des Tiergartenviertels vor dem Zweiten Weltkrieg bis zu dem, was die Modestadt Berlin heute wieder ausmacht. Doch welche Rolle spielt Berlins Geschichte als Modestadt heute? Und welche Bedeutung sollte sie im allgemeinen Bewusstsein und für die Modeschaffenden unserer Zeit haben?
Zur Einführung in den Abend spricht Moderator Jörg Thadeusz mit der Autorin Dr. Gesa Kessemeier über ihr Buch „Modestadt Berlin – Geschichte der Berliner Konfektion und Modesalons 1836–1936. 50 Porträts“.
Anschließend erweitern wir das Podium, um mit Yael Hirsch, Enkelin der Modejournalistin Johanna Thal (Die Dame), Christian Mau, Modeschöpfer und Dozent für Modegeschichte an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, sowie Grit Thönnissen, Redakteurin für Mode und Gesellschaft beim Tagesspiegel, die Rolle der Modestadt Berlin heute und vor 100 Jahren zu vergleichen.
Freuen Sie sich außerdem auf faszinierende Fotografien aus dem früheren Tiergartenviertel und der Mode von Clara Schultz und anderen Modehäusern. Ergänzt wird das Programm durch eine Ausstellung von Original-Modellen aus den Sammlungen von Julia Schwarz und Gesa Kessemeier sowie Nesselstoff-Repliken auf Figurinen, die von Studierenden der AMD München und der HTW Berlin entworfen wurden.
Mit Musik der Sängerin Helena Goldt und dem Trio Sho tauchen wir ein in das Lebensgefühl der 1920er Jahre. Wer möchte ist eingeladen sich entsprechend zu kleiden, eine Verpflichtung besteht selbstverständlich nicht.





